Ist Ihr Zahn abgebrochen? In unserem Ratgeber finden Sie alle wichtigen Sofortmaßnahmen und hilfreiche Behandlungstipps. Es heißt ja, wer in Omas Kirschkuchen den einzigen Kern findet, dem winkt das Glück. Doch wenn der glückliche Finder beim herzhaften Zubeißen auf den harten Kern trifft und sich dabei ein Stück vom Zahn abbricht, ist der Gang in die Zahnarztpraxis leider unvermeidlich.
Ein abgebrochener Zahn kann äußerst unangenehm sein und erhebliche Beschwerden verursachen. Besonders bei einem unvollständigen Bruch, wie einem Riss oder feinen Haarriss, kann es schmerzhaft werden, wenn der Riss tief in das Zahninnere reicht und empfindliche Zahnschichten erreicht. Solche Verletzungen sollten zeitnah zahnärztlich untersucht werden, um eine Verschlimmerung und mögliche Infektionen zu verhindern und die optimale Behandlung zur Erhaltung des Zahns einzuleiten.
In einigen Fällen ist dann eine Wurzelbehandlung erforderlich. Vielleicht sogar als Notfallpatient für den Zahnarzt Notdienst. Aber keine Sorge, auch in solchen Momenten gibt es schnelle Hilfe.
Was tun, wenn ein Stück vom Zahn abbricht oder der Zahn bei einem Unfall, Schlag oder Sturz vollständig ausgeschlagen wird? In solchen Situationen ist es entscheidend, Ruhe zu bewahren und gezielt zu handeln, um größere Schäden zu vermeiden und Schmerzen zu lindern. Mit einigen einfachen Sofortmaßnahmen lässt sich die Chance auf eine erfolgreiche Rettung des Zahns erheblich steigern.
Abgebrochener Zahn: Welche Arten von Zahnfrakturen gibt es?
Abhängig von der Schwere und dem betroffenen Bereich des Zahns kann ein abgebrochener Zahn in verschiedenen Formen von Zahnfrakturen auftreten.
Schmelzfraktur
Ein kleiner Teil des Zahnschmelzes, der äußeren Schutzschicht des Zahns, bricht ab, meist an den Schneidekanten der Zähne. Diese Art von Bruch verursacht in der Regel keine Schmerzen, da nur der Schmelz betroffen ist, der keine Nerven enthält. Es kann jedoch ästhetisch störend sein. Schmelzfrakturen sind relativ leicht zu reparieren, oft durch Polieren oder mit einem kleinen zahnärztlichen Aufbau.
Erfahren Sie in folgenden Artikel, wie Sie Ihre Zähne vor Zahnschmelz schützen können.
Fraktur mit Dentinbeteiligung
Bei dieser Fraktur ist nicht nur der Zahnschmelz, sondern auch das darunterliegende Dentin betroffen. Das Dentin ist empfindlicher, da es feine Kanäle enthält, die in Verbindung mit den Zahnnerven stehen. Dies kann zu Schmerzen führen, insbesondere bei Kontakt mit heißen oder kalten Speisen und Getränken. Oft ist eine Zahnfüllung oder ein Aufbau erforderlich, um den Zahn schützen zu können und die Schmerzen zu lindern. Schützen Sie auch Ihre Zahnsubstanz mit einer bewussten Ernährung und der richtigen Zahnpflege.
Tiefe Fraktur bis zur Pulpa
Bei dieser Fraktur reicht der Bruch tief ins Zahninnere bis zur Zahnpulpa, wo die Nerven und Blutgefäße des Zahns liegen. Dies verursacht meist starke Schmerzen und kann zu einer Infektion führen, wenn Bakterien in die Pulpa eindringen. Eine umfangreiche Behandlung ist notwendig, oft in Form einer Wurzelbehandlung, um das entzündete oder abgestorbene Gewebe zu entfernen. In manchen Fällen wird zusätzlich eine Zahnkrone benötigt, um den Zahn wieder aufbauen und schützen zu können.
Zahnwurzelfraktur
Diese Art von Bruch betrifft die Zahnwurzel, die unterhalb des Zahnfleischs liegt. Da der Bruch oft unsichtbar ist, kann es schwierig sein, ihn sofort zu diagnostizieren. Je nach Lage und Schwere des Bruchs kann der Zahn möglicherweise nicht mehr gerettet werden und muss extrahiert werden. In manchen Fällen kann jedoch eine Stabilisierung durch eine Zahnkrone oder andere Maßnahmen helfen, den Zahn zu erhalten.
Kronen-Wurzelfraktur
Bei einer Kronen-Wurzelfraktur ist sowohl der sichtbare Teil des Zahns (Krone) als auch die darunterliegende Wurzel betroffen. Diese Art von Bruch ist schwerwiegender, da sowohl die Stabilität der Zahnkrone als auch der Wurzel beeinträchtigt ist. Die Behandlung erfordert oft eine Kombination aus einer Wurzelbehandlung und dem Einsatz einer Krone oder anderen zahnärztlichen Maßnahmen, um die Funktion und Ästhetik des Zahns wiederherzustellen.
Komplett ausgeschlagener Zahn
Hierbei wird der gesamte Zahn, einschließlich der Wurzel, aus der Zahnhöhle geschlagen. Dies erfordert sofortige Erste-Hilfe-Maßnahmen, wie das richtige Aufbewahren des Zahns in einer Zahnrettungsbox oder in Milch, um die Wurzelzellen am Leben zu halten. Eine schnelle Behandlung beim Zahnarzt ist entscheidend, um den Zahn möglicherweise wieder erfolgreich „einzupflanzen“ und zu stabilisieren.
Unvollständiger Bruch
Diese Art von Bruch zeigt sich durch feine Risse, die oft mit bloßem Auge nicht sichtbar sind. Risse im Zahn können schmerzhaft sein, insbesondere wenn sie bis ins Zahninnere reichen. Die Schmerzen treten meist bei Belastung, Kauen oder bei Temperaturveränderungen auf. In einigen Fällen ist eine Wurzelbehandlung erforderlich, um den Zahn zu retten, bevor der Riss weiter fortschreitet.
Die Zahnmedizin spricht von einem Zahntrauma (Zahntraumata), wenn ein oder mehrere Zähne durch äußere Einwirkungen verletzt oder gelockert werden. Das kann durch einen Schlag, einen Stoß oder einen Unfall passieren und betrifft häufig die vorderen Zähne – insbesondere die oberen Schneidezähne und Eckzähne.
Da diese Zähne vorne im Gebiss liegen, sind sie am wenigsten geschützt und deshalb besonders anfällig für Verletzungen.
Vor allem Kinder im Alter von sieben bis zwölf Jahren erleiden Zahnverletzungen. Denn beim Spielen und Herumtoben stürzen sie häufiger.
Ihre Neugier und Entdeckungsfreude führen sie oft in Risikosituationen. Jugendliche und Erwachsene hingegen verletzen ihre Zähne oft bei Freizeitaktivitäten, Sportunfällen oder manchmal auch durch Gewalteinwirkungen.
Zahntrauma: Sofortmaßnahmen und die Bedeutung einer schnellen zahnärztlichen Behandlung
Ein Zahntrauma kann viele Formen annehmen – von einer kleinen Absplitterung am Zahn bis hin zum vollständigen Herauslösen des Zahns aus dem Zahnfach, was als "avulsierter Zahn" bezeichnet wird. Egal wie groß oder klein der Schaden scheint, ein Besuch beim Zahnarzt oder bei der Zahnärztin ist nach einem Trauma auf jeden Fall notwendig. Nur so kann das Ausmaß der Verletzung richtig eingeschätzt und eine passende Behandlung eingeleitet werden, um langfristige Folgen für das Gebiss zu vermeiden. Jetzt ist es wichtig, nicht zu zögern und rasch zu handeln, um den Zahn möglicherweise zu retten und weiteren Schaden zu verhindern. Mit der richtigen Hilfe und Behandlung können auch schwerere Zahntraumata oft erfolgreich versorgt werden.
Zahn abgebrochen: Warum schnelles Handeln wichtig ist und was Sie tun sollten
Auch wenn ein abgebrochener Zahn normalerweise nicht lebensbedrohlich ist, gilt es dennoch, schnell zu handeln. Oft spürt man erst durch sanftes Ertasten mit der Zunge, dass ein Stück Zahn fehlt. Abhängig davon, welcher Zahn betroffen ist und wie groß das abgebrochene Stück ist, sollte man dennoch nicht zu lange warten, um mögliche Komplikationen zu vermeiden.
Kleiner Teil eines Frontzahns abgebrochen?
Ist nur ein kleiner Teil eines Frontzahns abgebrochen und das Zahninnere bleibt unverletzt, empfinden viele Menschen keine Schmerzen – es stört lediglich aus ästhetischen Gründen und fühlt sich etwas seltsam an. Wenn allerdings der Zahnnerv freilegt, was bei einem größeren Bruch passieren kann, sind oft starke Schmerzen die Folge, die schnelle zahnärztliche Hilfe erfordern.
Zahnstück oder ganzen Zahn verschluckt?
Und falls Sie versehentlich das Zahnstück oder sogar den ganzen Zahn verschluckt haben, bleiben Sie ruhig. In den meisten Fällen durchläuft ein solcher Gegenstand den Verdauungstrakt problemlos und wird auf natürlichem Wege wieder ausgeschieden – ohne Gefahr für Magen oder Darm.
Ein abgebrochener Zahn kann durch spezielle Techniken wiederhergestellt werden
Sollten Sie das abgebrochene Zahnstück oder eine gelöste Krone finden, nehmen Sie diese unbedingt mit zu Ihrem Zahnarzt oder Ihrer Zahnärztin. In den meisten Fällen kann der Zahn durch spezielle Techniken wiederhergestellt oder die Krone erneut befestigt werden. Wenn der Unfall außerhalb der regulären Praxiszeiten passiert, keine Sorge – der zahnärztliche Notdienst steht Ihnen zur Verfügung. Ob es sich um einen Notfall handelt und wie Sie schnell Hilfe bekommen, erfahren Sie in unserem DentNet-Ratgeber zum zahnärztlichen Notdienst.
Wichtig: Ein abgebrochener oder gerissener Zahn sollten schnell repariert werden
Besonders an der Wurzel behandelte Zähne, die keinen Nerv mehr besitzen, können leichter abbrechen, weil sie nicht mehr so stabil sind. Auch vorgeschädigte oder mit Füllungen gefüllte Zähne haben weniger Substanz und neigen eher dazu, zu brechen oder Risse zu bekommen. Diese Risse in der äußeren Zahnsubstanz bieten Bakterien Gelegenheit, sich in der Zahnsubstanz anzusiedeln und den Zahn von innen heraus zu schädigen. Deshalb ist es wichtig, einen abgebrochenen oder gerissenen Zahn so schnell wie möglich reparieren zu lassen.
Zahn ausgeschlagen? So erhöhen Sie die Chancen auf eine erfolgreiche Wiedereinpflanzung
Falls Sie sich einen Zahn ausgeschlagen haben, können Sie die Chancen auf eine erfolgreiche Wiedereinpflanzung deutlich erhöhen: Ein Zahn, der mitsamt der Wurzel aus dem Kieferknochen gelöst wurde, lässt sich unter günstigen Umständen von einer Zahnärztin oder einem Zahnarzt wieder einpflanzen. Dabei gilt: Je schneller Sie handeln, desto besser stehen die Erfolgsaussichten! Finden Sie den Zahn und begeben Sie sich umgehend zur nächstgelegenen Zahnarztpraxis oder zum zahnärztlichen Notdienst. Jede Minute zählt – je rascher der Zahn wieder eingesetzt wird, desto größer ist die Chance, dass er dauerhaft im Kiefer festwachsen kann.
Über die Aufbewahrung des ausgeschlagenen Zahns
Neben der schnellen Reaktion ist auch die richtige Aufbewahrung des ausgeschlagenen Zahns entscheidend für eine erfolgreiche Wiedereinpflanzung. Idealerweise legen Sie den Zahn in eine sogenannte Zahnrettungsbox, die speziell dafür entwickelt wurde, die empfindlichen Zellen der Zahnwurzel zu schützen und ihre Lebensfähigkeit zu erhalten. Ist eine solche Box nicht verfügbar, bietet sich eine sterile Kochsalzlösung oder in dringenden Fällen auch H-Milch als Alternative an. Achten Sie darauf, den Zahn nur vorsichtig am Zahnschmelz zu halten und die Wurzel nicht zu berühren, um die empfindlichen Zellen nicht zu schädigen. Falls möglich, tragen Sie Einweghandschuhe oder waschen Sie sich gründlich die Hände, bevor Sie den Zahn anfassen. Jede dieser Vorsichtsmaßnahmen erhöht die Chance, dass der Zahn erfolgreich reimplantiert und wieder fest im Kiefer verankert werden kann.
Blutung richtig stoppen
Blutet die verletzte Stelle im Mund, empfiehlt es sich, behutsam auf ein fusselfreies Stoffstück zu beißen – idealerweise auf ein sauberes Taschentuch oder ein Stück sterilen Verbandsmull. Diese sanfte Kompression hilft, die Blutung zu stillen und die verletzte Stelle vor weiteren Verunreinigungen zu schützen. Gleichzeitig können Sie von außen eine kühlende Auflage anlegen, um Schwellungen zu verringern und Schmerzen zu lindern. Die Kombination aus Druck und Kühlung unterstützt die natürliche Wundheilung und sorgt dafür, dass die Verletzung optimal versorgt wird.
Bei Kindern: Warum ein ausgeschlagener Milchzahn nicht wiedereingesetzt werden sollte
Wenn ein Kind einen Milchzahn verliert, entsteht zunächst eine Zahnlücke, die bis zum Durchbruch des bleibenden Zahns bestehen bleibt. Diese Lücke ist jedoch aus gutem Grund notwendig: Der neue, permanente Zahn, der bereits im Kiefer heranwächst, könnte durch das erneute Einsetzen des Milchzahns geschädigt werden. Das natürliche Heranwachsen des bleibenden Zahns benötigt Raum, damit er sich optimal entwickeln und korrekt in die Zahnreihe einfügen kann. Die vorübergehende Zahnlücke unterstützt diesen Prozess und sorgt dafür, dass die bleibenden Zähne später in einer gesunden Position durchbrechen.
Zahnrettung bei Kindern: Notfallmaßnahmen zur erfolgreichen Reimplantation ausgeschlagener Zähne
Unter bestimmten Voraussetzungen lässt sich ein vollständig ausgeschlagener Zahn tatsächlich erfolgreich reimplantieren. Vor allem bei Kindern und Jugendlichen, deren Zähne und Wurzeln sich noch im Wachstumsprozess befinden, sind die Erfolgsaussichten für eine Replantation hoch. Wird der Zahn schnell wieder in das Zahnfach eingesetzt und durch gezielte Nachsorge stabilisiert, besteht eine gute Chance, dass er sich erneut fest im Kiefer verankern kann.
Um den Zahn während der Heilungsphase zu stabilisieren, wird er mithilfe einer flexiblen Draht-Komposit-Schiene an den benachbarten Zähnen befestigt. Diese Schienung ähnelt einer Zahnspange und bietet dem Zahn Halt, ohne ihn starr zu fixieren, sodass er sich sanft in das Kiefergewebe integrieren kann. In dieser sensiblen Phase sind regelmäßige Kontrolltermine beim Zahnarzt besonders wichtig, um den Fortschritt der Heilung zu überwachen und sicherzustellen, dass der Zahn stabil in den Kiefer einwächst.
Interessieren Sie sich für weitere Informationen zur Zahnreplantation? In unserem zahnmedizinischen Ratgeberartikel zur autogenen Zahntransplantation erläutern wir, unter welchen Bedingungen eigene Zähne erfolgreich verpflanzt werden können und welche Schritte eine erfolgreiche Heilung unterstützen.
Wie transportiere ich einen ausgeschlagenen oder abgbrochenen Zahn?
Um die Wiederherstellung eines ausgeschlagenen oder abgebrochenen Zahns zu ermöglichen, ist schnelles Handeln entscheidend: Der Zahn sollte schnellstmöglich beim Zahnarzt eintreffen. Der häusliche Erste-Hilfe-Kasten ist für die Rettung von Zähnen jedoch nicht ausgelegt. Idealerweise wird eine Zahnrettungsbox verwendet, die für etwa 15–20 Euro in Apotheken oder online erhältlich ist. Diese Box enthält eine spezielle Nährlösung, die es ermöglicht, einen Zahn bis zu 48 Stunden sicher aufzubewahren, bevor eine Behandlung erfolgt.
Falls keine Zahnrettungsbox verfügbar ist, können gekühlte H-Milch (keine Vollmilch) oder eine sterile, isotone Kochsalzlösung als Übergangslösung dienen. Auch in eigenem Speichel in einem kleinen, sauberen Behälter oder in Frischhaltefolie eingewickelt bleibt der Zahn kurzfristig vor dem Austrocknen geschützt. Trinkwasser eignet sich hingegen nicht, da es die empfindlichen Zellen der Zahnwurzel zerstören kann.
Besondere Vorsicht ist geboten, wenn der Zahn mitsamt der Wurzel ausgeschlagen wurde. Beachten Sie dabei folgende Hinweise:
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Zahn nur an der Zahnkrone halten: Berühren Sie ausschließlich die Kaufläche und vermeiden Sie den Kontakt mit der empfindlichen Wurzel, um die Wurzelhaut intakt und infektionsfrei zu halten.
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Kein Wiedereinsetzen versuchen: Versuchen Sie keinesfalls, den Zahn selbst in das Zahnfach zurückzudrücken, da dies irreversible Schäden verursachen könnte.
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Nicht reinigen: Auch bei Verschmutzung sollte der Zahn nicht abgespült werden, da dies die empfindliche Wurzelhaut beschädigen könnte.
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Trocknung der Wurzelhaut verhindern: Der Zahn sollte nicht in ein Taschentuch gewickelt werden. Falls keine Zahnrettungsbox zur Hand ist, kann für kurze Zeit gekühlte H-Milch oder Frischhaltefolie helfen.
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Nicht im Mund aufbewahren: Der Zahn sollte keinesfalls im Mund aufbewahrt werden – die Keimbelastung ist hoch, und es besteht das Risiko, dass der Zahn versehentlich verschluckt wird.
Mit diesen Maßnahmen können Sie die Erfolgschancen für eine erfolgreiche Replantation des Zahns entscheidend verbessern und das Risiko von bleibenden Schäden minimieren.
Was tun, wenn der abgebrochene Zahn nicht mehr repariert oder eingesetzt werden kann?
Die richtige Behandlung eines abgebrochenen Zahns hängt stark davon ab, wie groß der Schaden ist und an welcher Stelle der Zahn sich befindet. Ihr Zahnarzt wird immer bestrebt sein, den natürlichen Zahn so gut wie möglich zu erhalten, denn Ihre eigenen Zähne sind wertvoll. Wenn beispielsweise eine kleine Ecke an einem der vorderen Schneidezähne fehlt, lässt sich das oft durch eine zahnfarbene Kompositmaterialien durch zum Beispiel Zahnfüllungen nahezu unsichtbar reparieren. So sieht Ihr Lächeln schnell wieder genauso schön aus wie zuvor.
Eine Zahnkrone wird möglicherweise benötigt
Ein abgebrochener Backenzahn mag auf den ersten Blick unauffällig wirken, doch gerade diese Zähne spielen eine zentrale Rolle bei der täglichen Kaubelastung und müssen extremen Kräften standhalten. Deshalb ist eine besonders robuste und dauerhafte Versorgung erforderlich, um die Funktionalität langfristig sicherzustellen.
Falls der betroffene Zahn bereits vorbelastet ist – etwa durch eine große Füllung oder eine frühere Wurzelbehandlung – reicht eine einfache Füllung häufig nicht aus, um die nötige Stabilität wiederherzustellen. In solchen Fällen empfiehlt sich die Versorgung mit einer Zahnkrone. Eine Krone bietet nicht nur eine schützende Hülle, sondern stellt auch die ursprüngliche Kaufläche und Festigkeit wieder her, wodurch der Zahn den Belastungen standhalten kann. Durch diese verstärkte Versorgung kann der Backenzahn auch in Zukunft zuverlässig seine wichtige Funktion im Kauapparat erfüllen, ohne das Risiko weiterer Schäden oder Risse einzugehen.
Hervorragende Möglichkeiten, um die entstandene Lücke zu schließen
In einigen Fällen ist der Schaden an einem abgebrochenen Zahn so umfangreich, dass eine Rettung leider nicht mehr möglich ist. Besonders bei Frakturen, die tief unterhalb des Zahnfleischrandes liegen oder bis zur Zahnwurzel reichen, bleibt oft nur die Möglichkeit, den Zahn zu entfernen. Auch wenn dieser Schritt unangenehm erscheint, gibt es heute hervorragende und langlebige Methoden, um die entstandene Zahnlücke ästhetisch und funktional zu schließen.
Ein zügiger Ersatz des fehlenden Zahns ist wichtig, um zu verhindern, dass benachbarte Zähne in die Lücke kippen. Solches Kippen kann langfristig zu Fehlstellungen, Problemen beim Kauen und weiteren Belastungen der Zahnstruktur führen. Moderne Zahnmedizin bietet dafür mehrere ausgezeichnete Lösungen: Von Zahnimplantaten, die einen dauerhaften, stabilen Ersatz bieten, über Brücken bis hin zu herausnehmbaren Prothesen – jede Methode kann individuell an die Bedürfnisse und die jeweilige Zahnsituation angepasst werden. So lässt sich nicht nur die Ästhetik, sondern auch die Funktionalität des Gebisses wiederherstellen und sicherstellen, dass die Zahngesundheit auf lange Sicht erhalten bleibt.
Zahnersatz oder Zahnimplantate bieten sich als mögliche Lösungen an
Zahnersatz oder Zahnimplantate kommen als hochwertige Optionen für den Ersatz fehlender Zähne infrage. Zahnimplantate bieten eine besonders langlebige und ästhetisch ansprechende Lösung, da sie direkt im Kieferknochen verankert werden und somit die natürliche Funktion und Optik des Zahns optimal nachahmen. Auch Brücken zählen zu den bewährten Methoden des Zahnersatzes und bieten sowohl funktionale Stabilität als auch eine harmonische Ästhetik.
Ihr Zahnarzt oder Ihre Zahnärztin wird Sie umfassend beraten, um die für Ihre individuelle Zahnsituation geeignetste Lösung zu finden. Gemeinsam wird eine Entscheidung getroffen, die sowohl Ihre funktionalen Anforderungen als auch ästhetischen Wünsche berücksichtigt und dabei die langfristige Gesundheit Ihrer Zähne sicherstellt.
Zahnersatz nach Unfall: Wie Sie mit regelmäßiger Vorsorge Ihren Krankenkassenzuschuss erhöhen können
Nach einem Unfall, bei dem Zahnersatz notwendig wird, unterstützt auch die gesetzliche Krankenversicherung die Behandlungskosten. Sie übernimmt dabei die sogenannte Regelversorgung mit einem Festzuschuss von 60 Prozent. Dieser Zuschuss kann durch regelmäßige Vorsorge sogar erhöht werden: Wenn Sie über fünf Jahre hinweg lückenlos Ihre Kontrolltermine wahrnehmen und diese im Bonusheft dokumentieren lassen, steigt der Zuschuss auf 70 Prozent. Nach zehn Jahren regelmäßiger Vorsorge erhöht sich die Erstattung sogar auf bis zu 75 Prozent der Behandlungskosten.
Das Bonusheft ist deshalb nicht nur ein wichtiger Nachweis für Ihre Zahngesundheit, sondern bietet auch finanziellen Vorteil, indem es Ihnen hilft, die Eigenkosten bei Zahnersatz erheblich zu senken. Regelmäßige Vorsorge zahlt sich daher doppelt aus – sowohl für Ihre langfristige Zahngesundheit als auch für Ihre finanzielle Entlastung.
Jeder erhaltungswürdige Zahn ist es wert, gerettet zu werden. Ihre natürlichen Zähne sind einzigartig und haben einen hohen Wert für Ihre langfristige Zahngesundheit. Selbst kleinere Zahnschäden lassen sich oft schnell und problemlos in der Zahnarztpraxis behandeln. Mit den richtigen Erste-Hilfe-Maßnahmen besteht bei ausgeschlagenen Zähnen unter Umständen sogar die Möglichkeit, diese erfolgreich zu reimplantieren.
Nach einem Zahntrauma ist es besonders wichtig, unverzüglich eine Zahnarztpraxis aufzusuchen. Der Zahnarzt kann den Zustand Ihrer Zähne umfassend prüfen und eine individuell angepasste Behandlung einleiten, die auf Erhalt und Stabilität ausgerichtet ist. Durch eine frühzeitige Diagnose und gezielte Maßnahmen können Sie nicht nur die Gesundheit Ihrer Zähne erhalten, sondern auch das Risiko für spätere Komplikationen verringern. So trägt rechtzeitige zahnärztliche Versorgung dazu bei, Ihre natürliche Zahnsubstanz bestmöglich zu schützen.
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